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Crimson Delight - RockPop aus Stuttgart
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"Marbach und Bottwartal", vom 05.12.2011

Frauengeführte Rockband setzt Akzente

Marbach Crimson Delight bietet im Café Provinz ansprechenden Sound

Von Astrid Killinger

Die Marbacher Szenekneipe war nicht sehr voll an diesem Samstagabend vor dem zweiten Advent. Allüberall Weihnachtsmärkte und ebensolche Konzerte. Crimson Delight ficht weder das eine noch das andere an. Die rockige Musik, die diese frauengeführte Band macht, lässt ein Durchhängen einfach nicht zu. Leadsängerin Jutta Jasim schreibt sie sich von der Leber, im Vortrag lässt sie sich wieder und wieder von ihrem eigenen Temperament mitreißen, das im Rock Heimat findet. "Too late...!" schmettert sie singend den wenigen Nachzüglern entgegen und schlägt dabei furios auf den Schellenring.

"I wanna believe in the people" widmet die Sängerin allen Leuten mit Zivilcourage. Der schwere Rhythmus, der blitzartig in die Beine zieht, wird von den klar herausstechenden Gitarren auffallend kontrastiert. In vorderster Reihe steht dabei Natalia Pavloschi. Die junge Frau aus Sankt Petersburg ist eine außergewöhnliche Erscheinung. Sie kann kerzengerade dastehen und glasklare Melodien ziehen oder mit Wucht die Akkorde durchziehen. Dann sieht sie mit der Brille, den roten Wangen und dem Mittelscheitel aus, als könnte sie kein Wässerchen trüben, ganz im Gegensatz zur blondmähnigen Powerfrau Jasim. Doch Pavloschi kann auch richtig aufdrehen. So wippt sie bei "Mechanically" mit ihrem Körper unablässig wie eine mechanische Puppe vor und zurück, die langen Haaren schwingen über die Bühne wie zu seligsten Hippiezeiten.

Ein Song von Sheryl Crow ernennt sie zu ihrem Jogginglied, und tatsächlich joggt sie das ganze Stück lang dazu am Platz, ohne in ihrer Präsenz an der Gitarre nachzulassen. Kein Wunder, dass Jutta Jasim bei ihrem Lied "My Best Friend" auf die quietschfidele Kollegin zeigt. Gut klar kommt sie auch mit Stefan Pelikan, der per Schlagzeug jedwede eventuelle Müdigkeitserscheinung im Keim erstickt. Und auch Betty Moe an der Rhythmusgitarre und zudem stimmsicher ist eine feste Größe der Stuttgarter Band, die sich 2004 gründete.

Noch gewöhnen müssen sich die drei an Katja Petrova. Die Geigerin, ebenfalls aus Sankt Petersburg, jetzt aber in Backnang lebend, ist erst seit September dabei. Mit einer spektakulären E-Geige, die keinen sichtbaren Klangkörper hat, bereicherte sie ein paar Stücke. Erst seit Juli, aber schon feste dabei ist Hansjörg Unold, eine starke Ergänzung am Bass.

 

aktualisiert
13.04.16