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Crimson Delight - RockPop aus Stuttgart
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Rocktimes CD-Review, 27. Dez 2011

Die im Umkreis von Stuttgart ansässige Band Crimson Delight entstand im Jahr 2004 aus den Ruinen der davor aufgelösten Crimson Gallery, die immerhin zwei Alben auf ihrem Konto haben. Und auch die 'neue' Band um die Lead-Sängerin Jutta Jasim legt mit "Backyards Of My Soul" bereits ihren zweiten Rundling vor. Gleich drei Musikerinnen (neben Jasim noch Betty Moe und Natalia Pavlovschi) sind hier am Start, die allesamt auch komponieren wie singen, wobei die Löwenanteile diesbezüglich deutlich bei Jutta liegen. Die Rhythmus-Fraktion wird von männlichen Mitspielern gestellt, namentlich Marc Dusny am Bass und Stefan Pelikan an den Drums.

Ziemlich international geht es bei dem Quintett zu. Die russische Gitarristin Natalia Pavlovschi stammt aus St. Petersburg, das Video zum Debütalbum "Appetizer" wurde in Bukarest gedreht und aufgenommen wie produziert wurden beide Scheiben von und mit Glenn Keiles in London.

Crimson Delight bieten angenehmen und eingängigen Pop/Rock, den man eigentlich zu jeder Tages- und Nachtzeit wunderbar genießen kann. Die Keyboards stehen auf diesem Werk meist weit im Hintergrund, sodass das Augen-, pardon, Ohrenmerk deutlich auf den Gitarren wie runden und oft mehrstimmigen Gesangslinien liegt. Mit "Oh God" hat der Fünfer einen richtigen Geheimtipp auf Lager, der - bekommt er Radioeinsätze - sich gute Chancen auf einen Hit ausrechnen kann. Locker flockige Gitarren, ein schön groovender Rhythmus und clever gesetzte Gesangs-Arrangements wie ein starker Refrain, so heißen die Zutaten.

Eine weitere Nummer, die direkt auffällt und über jede Menge Hit-Potential verfügt, hört auf den Namen "I Wonder". Einmal mehr herausstechend ist der wirklich starke Gesang, sowie die eingängigen Melodien. "Take My Hand" beginnt sofort mit dem Refrain und nimmt den Hörer gefangen, lässt ihn im Verlauf auch nicht mehr aus der Hand. Dann "Underwater", einer von zwei Bonus-Tracks: Hier wird zunächst mit Gitarren-Effekten 'gespielt', bevor die richtig gute Stimme Jutta Jasims das Ruder übernimmt. Im Hintergrund bläst eine einsame Querflöte ihre Melodie und das Stück ist ein geglückter Abschluss des Albums.

Aber Crimson Delight können auch richtig rocken, was sie zum Beispiel bei "Hey Mister" unter Beweis stellen. Zwar immer noch deutlich vom Gesang bestimmt, wird hier aber auch den Gitarren von Betty Moe und der Pavlovschi ausreichend Spielraum gegeben. Ein cooler Groover ist "Never Walk In The Rain", bei dem sich einmal mehr die Vocals der Front-Lady mit Klasse in den Gehörgängen festsetzen. Auch "Paralysed" verfügt über eine treibende, rockende Grundausstattung. Die Band weiß offensichtlich genau, wann sie die Zügel ein gutes Stück anziehen muss und wann sie etwas ruhiger angehen kann.

Die Musik von Crimson Delight lebt von sehr gutem Songwriting, der coolen Rhythmus-Abteilung, abwechslungsreichen wie mit sehr viel Feeling gebrachten Gitarren und dem alles überragenden Gesang von Jutta Jasim. "Backyards Of My Soul" erzeugt gute Laune, greift (zumindest wenn man den Texten wenig Beachtung schenkt) nicht zu tief in die Kiste mit den tiefen, 'schweren' Gefühlen und dürfte sowohl beim alleinigen Anhören, auf Partys oder auch im Auto allerbestens ankommen. Vielleicht kein Album für die Ewigkeit, aber immerhin sehr gut gemachter Pop/Rock. Außerdem bekommt man mit über siebzig Minuten Spielzeit auch noch jede Menge Material fürs Geld geboten.

http://www.rocktimes.de/gesamt/c/crimson_delight/backyards_of_my_soul.html

 

aktualisiert
13.04.16